Für die meisten ist schon längst klar, wer bei ihrer Hochzeit die Trauzeugen werden. Oft sind es Geschwistern oder die besten Freunde. Doch ist das immer die richtige Wahl?

Zuerst mal zur Geschichte der Trauzeugen: Die Geschichte reicht zurück bis ins Mittelalter. Die Trauzeugen damals waren sehr wichtig, da die Hochzeitsdokumente in Papierform ziemlich oft einem Feuer zum Opfer fallen konnte. Somit waren sämtliche Unterlagen vernichtet und eine Ehe konnte so nicht nachgewiesen werden. Deshalb gab es Trauzeugen, die die Eheschliessung bezeugten und für den Fall eines Brandes aussagen konnten. In Deutschland ist es mittlerweile möglich ohne Trauzeugen zivil zu heiraten, in der Kirche ist es jedoch auch da weiterhin Pflicht. Grundsätzlich können alle ein Trauzeuge werden, welche Volljährig und ohne Vormund sind. Ausserdem vorgeschrieben ist, dass die Person der Zeremonie folgen kann und sie auch versteht. Es darf aber auch ein Dolmetscher hinzugenommen werden.

  

Nun kommt natürlich die Qual der Wahl, wer soll nun mein Trauzeuge werden? Wie schon erwähnt ist es für viele ziemlich einfach und sie wählen die Schwester, der Bruder oder ganz klar der beste Freund oder Freundin. Doch diese Wahl soll sorgfältig gemacht werden. Denn je nach dem haben die Trauzeugen neben dem bezeugen der Eheschliessung auch noch andere Aufgaben. Sei es das Brautpaar während des ganzen Tages zu unterstützen, zu helfen und auch zu beruhigen. Oft fällt auch das überwachen des Zeitplanes und koordinieren des ganzen Tages in ihre Aufgabe. Immer mehr kommt aber auch die Variante von einen oder zwei Tätschmeister. Dabei haben die Trauzeugen meist nur die Aufgabe die Ehe zu bezeugen und alles organisatorische erledigen die Tätschmeister.

Es kann auch vorkommen das die Braut oder der Bräutigam gleich mehrere Freunde und Freundinnen zur Auswahl haben und alle von diesen würden sich sehr darüber freuen, Trauzeuge oder Trauzeugin zu werden. Dass kann natürlich heikel sein und die Wahl soll mit Bedacht und sorgfältig gefällt werden. Da solltet ihr die Wahl gut begründen können, damit sich schlussendlich niemand übergangen fühlt. Gründe können sein, dass ihr diese Person schon seid dem Kindergarten kenn, oder ohne diese Person gar nie mit dem zukünftigen Mann zusammen gekommen wärt usw. Solange ihr es gut begründen könnt, wird auch niemand beleidigt sein.

Es kann aber auch vorkommen, dass jemand dieses Amt gar nicht haben möchte. Diese Ablehnung kommt meist daher, dass die Person keine Lust hat auf die ganze Organisation oder sich der Sache nicht gewachsen fühlt. Da ist es wichtig, diese Person nicht zu zwingen und jemand anderes zu suchen, oder eben allenfalls die Variante eines Tätschmeisters zu nehmen, welcher dann die ganzen organisatorischen Dinge erledigt. Ausserdem ist es wichtig bei der Wahl der Trauzeugen, dass ihr die Personen mögt. Damit meine ich, dass es nicht sinnvoll ist wenn der Bräutigam einen Treuzeugen nimmt, welcher die Braut fast nicht kennt oder sogar nicht mag und natürlich auch umgekehrt.

Also nehmt euch einen Moment Zeit und überlegt euch gut, wen ihr als Trauzeugin oder Trauzeugen fragen wollt. 🙂

Eure Hochzeitsfotografin Fabienne

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